Nachdem man uns mit MKvDC einen relativ unbrutalen Vorgänger serviert hatte, kam nun endlich die Entschädigung: Das Reboot, das eigentlich kein Reboot ist. Ja, MKvDC war spaßig und hatte seine guten Seiten. Allerdings hatte man nach zwei Jahren unbrutalem Kombat die ganzen Splattereffekte doch ein wenig vermisst. Da Midway zwischenzeitlich pleite ging und sich Warner Bros. die Rechte an Mortal Kombat gesichert hat, konnte nun endlich das Spiel kommen, das wir verdient haben aber nie bekamen.
MK Armageddon war schon eine Weile her. Die Fans brauchten neues Futter. Mehr Gewalt. Mehr Gemetzel. Mehr herumfliegende Gedärme und Gehirne. Und...dann...kam...DAS.
Irgendwer hat den Jungs von NRS (damals Midway) in den Kopf gesetzt, ein T-Rated Crossover-Spiel herauszubringen. Die Idee, MK Vs Irgendwas haben schon viele Fans angesprochen...aber da dachte man an Killer Instict, Thrill Kill oder vielleicht Tekken. Es sollte dann doch das DCU werden.
Es ist das perfekte Spiel, denn es verbindet alle Elemente, die einem ein Spiel bieten kann. Wer Mortal Kombat mag aber nicht immer nur gegeneinander im Versus-Mode spielen will, hat hier eine gelungene Abwechslung mit ein paar kleinen Schwächen, über die man hinwegsehen kann.
Ich für meinen Teil habe das Spiel damals extra in Österreich vorbestellt, damit ich die ungeschnittene Version bekomme. Die Deutsche ist nämlich vollständig kastriert. Da gibt es, quasi wie in Sub-Zeros klassischem Fatality in UMK3/Trilogy nämlich eiskalt nen Black Screen. Toll gelöst. Vielen Dank, USK! Nicht.
Irgendwann um die Jahrtausendwende herum, tauchten Screenshots eines neuen Mortal Kombat Spiels im Internet auf. Da umkreisten sich Scorpion und Jax in einer unbekannten aber stilvollen Arena, deren Mystik durch den Sonneuntergang romatisch untermalt wurde.
Um herauszufinden, wann Mortal Kombat "5", das sich später als Deadly Alliance entpuppen sollte, herauskommt, bin ich in den nächstgelegenen Kaufhof und fragte nach. Ja, so alt bin ich. Früher gab's halt nicht an jeder Ecke nen Gamestop.
