Resident Evil VII - Oder: Wie Hillbillies das japanische Franchise retten
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Resident Evil VII - Oder: Wie Hillbillies das japanische Franchise retten

Na, wer erinnert sich noch an Teil 6? Ich schon. Nur ich konnte mich noch nicht dazu motivieren, dem Game einen Artikel zu gönnen. Genauso sehr wie ich mich bis vor kurzem nicht dazu motivieren konnte, Teil 7 überhaupt fertigzuspielen. Es war einfach unresidentevilig und mir nen Ticken zu gruselig für diese Art von Gameplay.

Und dann kam Requiem.

Resident Evil Requiem hat alles. Grusel. Blut. Abtrennbare Körperteile. Leon S. Kennedy. Und es hat Grace, deren Gameplay 1:1 wie das von Teil 7 sein sollte. Ich habe Requiem bestimmt fünfmal innerhalb einer Woche durchgespielt. Das bescherte mir eine Platintrophäe und das Verlagen, es noch einmal mit Teil 7 zu versuchen. Denn wie gesagt: Teil 7 soll sein wie Graces Abschnitte.

Also habe ich Resident Evil 7 wieder installiert und den Speicher aus der Cloud runtergeladen. Wo bin ich hier? Ach ja. Im Wohnwagen. Da war ja was. Ich muss ins alte Haus. Und ehe ich mich versah, kam Chris Redfield und half mir auf die Beine.

"Wie jetzt? Ich hab es wirklich geschafft? SCHON?"

travolta

Requiem hat mich so dermaßen zu Tode gegruselt, dass mir Teil 7 vorkam wie eine Reise nach Disney World. Das heißt nicht, dass mir Teil 7 keinen Spaß gemacht hat. Im Gegenteil! Ich habe das Spiel ebenfalls um die fünfmal durchgespielt und zweimal platinisiert. Die Add Ons habe ich natürlich auch alle gespielt. Es gab so viel Resident Evil 7 in dem kurzen Zeitraum, dass Bestefrauwogibt schon Stressblähungen bekommt, wenn ich das Spiel auch nur erwähne 🤡


Der Plot

Der Protagonist ist Ethan Winters. Das Spiel beginnt mit einer Nachricht seiner Frau Mia, die von ihrem Babysitterjob erzählt. Schließlich erhält er eine weitere Videobotschaft, in der sie ihm sagt, dass er sie vergessen soll. Doch drei Jahre später bekommt er eine E-Mail - er soll Mia in Lousiana abholen.

Ethan kommt an einem verlassenen und gammeligen Haus an. Im Keller trifft er auf eine total verstörte Mia, die sich zunächst mit ihm in Sicherheit bringen will. Sie greift ihn schließlich mehrfach an und sägt ihm die Hand dabei ab. Mit einer Motorsäge 💀 Und nachdem Mia besiegt ist, taucht ein alter Sack auf und schlägt Ethan KO.

Mia am Austicken | © Capcom

Man wacht schließlich an einem Esstisch auf. An einen Stuhl gefesselt. Die Hand? Wieder drangetackert. Die Mama der Familie hat extra für dich gekocht. Was auch immer das sein soll. Und hier fängt der Spaß an. Ethan versucht Mia zu finden, um sich schnellstmöglich aus dem Loch zu verpissen. Doch das ist nicht so leicht, wie er es sich zunächst gewünscht hat, denn diese an Texas Chainsaw Massacre angelehnte Familie ist ganz besonders anhänglich.

Yumm yumm...oder...doch nicht? | © Capcom

Gameplay

Das Spiel ist durchgehend in 1st Person. Das ist wohl das, was es damals für mich so unresidentevilig gemacht hat. Doch nachdem ich durch Village und Requiem daran gewöhnt wurde, kam mir das nicht mehr so merkwürdig vor. Tatsächlich gefällt es mir sogar richtig gut. Die Steuerung ist typisch Shooter (Schießen mit L2+R2, Rennen mit L3, umsehen/zielen mit dem rechten Stick usw.), sodass man eigentlich schnell damit klarkommt.

Wo ist die Oma? WO IST DIE SCHEISS OMA? | © Capcom


Die "Zombies"

Die Standardgegner sind sogenannte "Molded" - ein Kunstwort aus den englischen Begriffen für "Schimmel" und "geformt". Die Molded erinnern auf den ersten Blick aufgrund der Farbe und den Bewegungen an die Ouroboros aus Resident Evil 5. Allerdings verhalten die sich völlig anders. Es gibt verschiedene Moldeds, doch dieser Dude hier taucht am häufigsten auf:

Molded | © Capcom


Vielleicht liegt es an mir, aber die sehen irgendwie aus wie eine Mischung aus Venom und dem Krümelmonster. Ich kann die Hackfressen einfach nicht ernstnehmen. Du etwa? 😅 Aber sei gewarnt - besonders auf der Schwierigkeit Irrenhaus sind die Kerle ganz schöne Bastarde!

Wenn Venom ein Muppet wäre | © Capcom


So Much Class(ic)

Mir ist leider erst bei meinem Neuversuch aufgefallen, wie typisch Resident Evil doch alles ist. Es gibt Stalker (Jack und Marguerite), knappe Munition und es gibt FUCKING RÄTSEL! Jawoll!

Na, weckt das Erinnerungen? | © Capcom


Neben den Rätseln ist ein besonderes Feature zurück: Oldschool-Speichern! Anstelle der altbekannten Schreibmaschine hat man hier einen Kassettenrecorder, doch das Prinzip ist dasselbe. Und wenn man auf der Schwierigkeitsstufe Irrenhaus spielt, braucht man Kassetten - das Pendant zum Farbband. Jaja, voll unmodern. Heul doch 🤡

Feels Like Home | © Capcom


Geheilt wird natürlich wie immer via Heilkräuter. Ethan kann diese aber dank Chemikalien zu deutlich effektiveren Tinkturen upgraden, die er sich über seine regelmäßig misshandelten Hände schüttet. Kein Wunder, bei dem, was die alles einstecken müssen 💀

FAZIT

Bis auf das letzte Kapitel, das im Vergleich zum Rest ein klein wenig schwach wirkt, ist Resident Evil 7 ein phantastisches Horrorgame. Wenn du dir nicht sicher bist, dann warte einfach, bis es wieder im Sale ist - im PSN gibt es das Game ständig für unter 10 Euro. Wenn du dich gern gruselst und Shooter magst, solltest du auf jeden Fall zuschlagen!


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